Die Lähmungszecke ist einer der gefährlichsten Parasiten, denen Ihr Tier begegnen kann. Diese winzigen Spinnentiere leben in warmen, feuchten Buschlandschaften und küstennahem Gestrüpp und injizieren ein starkes Nervengift, das zu fortschreitender Lähmung führen kann – und ohne Behandlung tödlich enden kann. Zu verstehen, wo Lähmungszecken gedeihen, und einen zuverlässigen Zeckenschutz für Ihre Hunde (und Katzen) das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten, ist das Beste, was Sie tun können, um Ihr Tier zu schützen.
Was sind Lähmungszecken?
Die Lähmungszecke (Ixodes holocyclus) ist ein kleiner, grau-blauer Parasit, der sich an ein Wirtstier heftet und über mehrere Tage Blut saugt. Beim Saugen gibt sie über ihren Speichel ein Nervengift ab, das die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln stört.
Anders als andere Zeckenarten, die hauptsächlich lokale Reizungen verursachen, kann die Lähmungszecke ein lebensbedrohliches Krankheitsbild auslösen. Tiere jeden Alters, jeder Rasse und jeder Größe sind gefährdet, wobei kleinere Tiere in der Regel schneller Symptome entwickeln.
Eine einzige Zecke reicht aus. Deshalb sollte der vorbeugenden Zeckenschutz für Hunde und Katzen niemals als optional betrachtet werden – er ist unerlässlich.
Wo Lähmungszecken leben
Lähmungszecken bevorzugen warme, feuchte Umgebungen. Sie kommen am häufigsten entlang von Küstenstreifen, in Buschlandschaften und in Gebieten mit dichter Vegetation und einheimischen Wildtieren wie Bandicoots und Possums vor, die als ihre Hauptwirte dienen.
Hohes Gras, Laubstreu und Wegränder sind klassische Hotspots. Ihr Tier muss nicht tief ins Buschland vordringen, um eine Zecke aufzunehmen – Zecken können auch in städtischen Gärten vorkommen, die an einheimisches Gestrüpp grenzen.
Die Hauptzeckensaison erstreckt sich typischerweise über die wärmeren, feuchteren Monate, doch Lähmungszecken können zu jeder Jahreszeit aktiv sein, wenn die Bedingungen mild und feucht sind. Ganzjährige Vorbeugung wird dringend empfohlen, besonders wenn Sie in der Nähe zeckengefährdeter Lebensräume wohnen.
Anzeichen einer Zeckenlähmung bei Hunden und Katzen
Symptome treten in der Regel drei bis fünf Tage nach dem Anheften einer Lähmungszecke auf. Das Gift verursacht eine fortschreitende aufsteigende Lähmung, die typischerweise in den Hinterbeinen beginnt und sich nach vorne ausbreitet.
Achten Sie auf diese frühen Warnzeichen:
- Taumelige oder unsichere Hinterbeine
- Verändertes Bellen oder Miauen (die Stimme klingt anders oder schwächer)
- Übermäßiger Speichelfluss oder Schluckbeschwerden
- Erschwertes oder schweres Atmen
- Erbrechen oder Würgen, besonders nach dem Fressen oder Trinken
- Allgemeine Schwäche oder Widerwille aufzustehen
Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, suchen Sie sofort einen Notfalltierarzt auf. Eine Zeckenlähmung schreitet schnell voran, und ein frühzeitiges Eingreifen verbessert die Heilungschancen erheblich.
Schneller Tipp: Fahren Sie jeden Abend mit den Fingerspitzen durch das gesamte Fell Ihres Tieres – besonders rund um Kopf, Ohren, Nacken, Brust und zwischen den Zehen. Lähmungszecken fühlen sich oft wie eine kleine, feste Beule an. Eine Zecke frühzeitig zu finden und zu entfernen, bevor sie sich vollständig vollgesogen hat, kann eine ernsthafte Erkrankung verhindern.
Wie Sie Ihr Tier vor Lähmungszecken schützen
Vorbeugung ist immer besser als Behandlung, und moderne Floh-, Zecken- und Wurmmittel haben einen zuverlässigen Zeckenschutz deutlich zugänglicher gemacht. Es gibt mehrere bewährte Möglichkeiten:
- Langwirksame Kautabletten: Orale Behandlungen wie Bravecto bieten Hunden langanhaltenden Schutz gegen Lähmungszecken, indem sie Zecken schnell nach dem Anheften abtöten – bevor sie eine gefährliche Dosis des Giftstoffs abgeben können.
- Spot-on-Präparate: Auf die Haut aufgetragene topische Lösungen können wochenlangen kontinuierlichen Schutz gegen Zecken und andere äußere Parasiten bieten.
- Zeckenhalsbänder: Manche Halsbänder geben über Monate hinweg Wirkstoffe ab und bieten so eine praktische, unkomplizierte Möglichkeit für den langfristigen Zeckenschutz bei Hunden.
Welches Produkt Sie auch wählen – Konsequenz ist entscheidend. Eine einzige versäumte Dosis während der Zeckensaison kann Ihr Tier ungeschützt lassen. Stellen Sie eine Erinnerung auf Ihrem Handy ein, markieren Sie den Kalender – was auch immer funktioniert, lassen Sie den Plan nicht schleifen.
Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass es für Katzen weniger Zeckenschutzoptionen gibt als für Hunde und dass einige Hundeprodukte für Katzen giftig sind. Wählen Sie immer artspezifische Präparate.
Tägliche Zeckenkontrolle: Eine unverzichtbare Gewohnheit
Auch wenn vorbeugend Produkte eingesetzt werden, bleiben tägliche Zeckenkontrollen unerlässlich. Kein Produkt beansprucht eine 100-prozentige Wirksamkeit, und das frühzeitige manuelle Auffinden einer Zecke gibt Ihrem Tier die beste Chance, ernste Symptome zu vermeiden.
Gehen Sie systematisch von der Nase bis zum Schwanz vor. Achten Sie besonders auf:
- Innen- und Außenseite der Ohren
- Rund um Augen und Lippen
- Unter dem Halsband
- Zwischen den Zehen und in den Achselhöhlen
- Rund um Schwanz und Leistenbereich
Wenn Sie eine Zecke finden, entfernen Sie sie sofort mit einem Zeckenentfernungswerkzeug oder einer spitzen Pinzette. Greifen Sie so nah wie möglich an der Haut an und ziehen Sie gleichmäßig, ohne zu drehen. Halten Sie Ihr Tier ruhig und beobachten Sie es in den nächsten 24 bis 48 Stunden aufmerksam, da sich Symptome auch noch nach der Entfernung der Zecke entwickeln können.
Häufig gestellte Fragen
Wie schnell kann eine Lähmungszecke meinen Hund krank machen?
Symptome treten in der Regel drei bis fünf Tage nach dem Anheften der Zecke auf, obwohl dies je nach Größe Ihres Tieres und der injizierten Giftmenge variieren kann. Kleinere Hunde und Katzen zeigen tendenziell früher Anzeichen. Frühzeitiges Entdecken und Entfernen reduziert das Risiko einer schweren Erkrankung erheblich.
Können Haustiere, die drinnen leben, Lähmungszecken bekommen?
Ja. Zecken können über Kleidung, andere Haustiere oder Wildtiere, die durch Ihren Garten streifen, ins Haus getragen werden. Obwohl reine Wohnungstiere einem geringeren Risiko ausgesetzt sind, ist es dennoch ratsam, regelmäßig Zeckenschutz anzuwenden – insbesondere wenn Sie in der Nähe von Buschland oder küstennaher Vegetation leben.
Sollte ich Zeckenschutz das ganze Jahr über anwenden?
Auf jeden Fall. Obwohl Lähmungszecken in den warmen, feuchten Monaten am aktivsten sind, können sie bei günstigen Bedingungen zu jeder Jahreszeit auftreten. Ein ganzjähriger Zeckenschutz für Ihre Hunde und Katzen schließt gefährliche Lücken im Schutz und gibt Ihnen das ganze Jahr über ein gutes Gefühl.
Überlassen Sie die Sicherheit Ihres Tieres nicht dem Zufall. Stöbern Sie in unserem vollständigen Sortiment an Zecken-, Floh- und Wurmpräparaten, um den richtigen Schutz für Ihr Tier zu finden – und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie nicht sicher sind, welche Option am besten zu Ihrem Tier passt.
