Die Zähne des eigenen Hundes richtig zu putzen ist eine der einfachsten Möglichkeiten, seine langfristige Gesundheit zu schützen. Schlechte Mundhygiene kann bei Hunden zu schmerzhaften Infektionen, Zahnverlust und sogar zu Organschäden führen – dennoch lassen die meisten Halter diese wichtige Routine aus. Die gute Nachricht? Mit der richtigen Technik und etwas Geduld kann das Zähneputzen zu einem stressfreien Teil der wöchentlichen Pflege deines Hundes werden.
Warum Mundhygiene bei Hunden so wichtig ist
Bis zum Alter von drei Jahren zeigen die meisten Hunde bereits Anzeichen von Zahnerkrankungen. Plaque bildet sich innerhalb weniger Stunden nach dem Fressen auf den Zähnen, und ohne regelmäßige Entfernung verhärtet er sich zu Zahnstein – einem hartnäckigen, bakterienbehafteten Belag, der sich entlang des Zahnfleischrandes absetzt.
Unkontrolliert bleibt diese bakterielle Ansammlung nicht auf den Mund beschränkt. Sie kann in den Blutkreislauf gelangen und Herz, Nieren und Leber beeinträchtigen. Gute Mundhygiene beim Hund ist daher weit mehr als nur ein Mittel gegen Mundgeruch – sie ist ein wesentlicher Bestandteil der vorbeugenden Gesundheitsversorgung.
Zahnprobleme verursachen zudem erhebliche Schmerzen, die Hunde instinktiv verbergen. Regelmäßiges Zähneputzen hilft dir, frühe Warnsignale zu erkennen – gerötetes Zahnfleisch, lockere Zähne oder ungewöhnliche Schwellungen – bevor sie ernst werden.
Was du vor dem Start benötigst
Lege alles bereit, damit der Ablauf reibungslos und unterbrechungsfrei verläuft. Du benötigst:
- Eine hundespezifische Zahnbürste – Fingerzahnbürsten eignen sich gut für Anfänger, während Bürsten mit langem Griff für größere Rassen besser geeignet sind.
- Hundegeeignete Zahnpasta – Verwende niemals Zahnpasta für Menschen, da Inhaltsstoffe wie Xylitol und Fluorid für Hunde giftig sind.
- Hochwertige Leckerlis – kleine, weiche Belohnungen, um positive Verbindungen aufzubauen.
Zahnbürsten, enzymatische Zahnpasten und Zahnpflegekauartikel findest du in unserem Hundeprodukt-Sortiment. Wenn alles in Reichweite liegt, musst du deinen Hund während der Sitzung nicht allein lassen, um nach Zubehör zu suchen.
Schritt für Schritt: Die Zähne deines Hundes putzen
1. Wähle einen ruhigen Moment. Suche dir einen Zeitpunkt, an dem dein Hund entspannt ist – nach einem Spaziergang oder einer Spieleinheit ist ideal. Vermeide das Zähneputzen, wenn dein Hund aufgeregt, ängstlich oder hungrig ist.
2. Lass ihn die Zahnpasta kosten. Drücke eine erbsengroße Menge auf deinen Finger und lass deinen Hund daran lecken. Die meisten Hundezahnpasten gibt es in Geschmacksrichtungen wie Geflügel oder Rind, weshalb dieser Schritt in der Regel gut ankommt.
3. Zuerst das Zahnfleisch berühren. Bevor du die Bürste einführst, hebe sanft die Lippe deines Hundes an und fahre mit dem Finger am äußeren Zahnfleischrand entlang. Belohne ihn sofort. Wiederhole dies in mehreren kurzen Einheiten, bis dein Hund sich mit der Berührung im Mundbereich wohl fühlt.
4. Die Bürste einführen. Trage Zahnpasta auf die Bürste auf und halte sie in einem 45-Grad-Winkel an die Zähne. Verwende kleine, kreisende Bewegungen entlang der Außenflächen – dort sammelt sich Plaque am meisten an. Konzentriere dich besonders auf die oberen hinteren Backenzähne und die Eckzähne.
5. Sitzungen kurz halten. Strebe zu Beginn 30–60 Sekunden pro Seite an. Wenn sich dein Hund an die Routine gewöhnt hat, kannst du die Zeit schrittweise verlängern.
6. Mit Lob und einer Belohnung abschließen. Beende die Sitzung immer auf eine positive Weise, damit sich dein Hund auf die nächste freut.
Schneller Tipp: Wenn dein Hund sich gegen die Zahnbürste sperrt, wickle ein kleines Stück feuchte Gaze um deinen Finger und verwende diese stattdessen. Sie ist sanfter für empfindliches Zahnfleisch und gibt dir mehr Kontrolle, während dein Hund sich angewöhnt.
Wie oft solltest du putzen?
Tägliches Zähneputzen ist der Goldstandard, um die Zähne deines Hundes sauber und sein Zahnfleisch gesund zu halten. Plaque kann sich in nur 48–72 Stunden zu Zahnstein verhärten, daher ist Regelmäßigkeit wichtiger als die Dauer.
Wenn tägliches Zähneputzen nicht realistisch ist, strebe mindestens drei bis vier Sitzungen pro Woche an. Schon diese Häufigkeit reduziert die Plaquebildung im Vergleich zu gar keinem Zähneputzen erheblich.
Zwischen den Putzsitzungen können Zahnpflegekauartikel und Wasseradditiva dabei helfen, die Plaquebildung zu verlangsamen. Stöbere in unserem vollständigen Shop für Hunde, um Zahnpflegeprodukte zu finden, die deine Putzroutine ergänzen.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
Die Eingewöhnung überstürzen. Wer einem widerstrebenden Hund eine Zahnbürste in den Mund zwingt, erzeugt nachhaltige negative Assoziationen. Nimm dir eine Woche oder länger Zeit, um schrittweise vorzugehen – Geduld jetzt erspart Frust später.
Die hinteren Zähne vernachlässigen. Halter konzentrieren sich häufig auf die Vorderzähne, weil sie leichter zu erreichen sind. Die Prämolaren und Molaren im hinteren Bereich des Maules sind jedoch weitaus anfälliger für Zahnsteinbildung und Karies.
Menschliche Zahnpasta verwenden. Das kann nicht genug betont werden. Zahnpasten für Menschen enthalten Schaumbildner und Süßungsmittel, die für Hunde schädlich – und manchmal tödlich – sind. Verwende immer ein Produkt, das speziell für den Einsatz bei Hunden entwickelt wurde.
Die Innenflächen auslassen. Obwohl die äußeren Zahnflächen den meisten Plaque ansammeln, solltest du gelegentlich auch die inneren (zungennahen) Flächen putzen, besonders bei den größeren hinteren Zähnen.
Aufgeben, wenn es schwierig wird. Manche Hunde brauchen Wochen, bis sie das Zähneputzen akzeptieren. Wenn keine Fortschritte erkennbar sind, gehe einen Schritt zurück, halte die Sitzungen sehr kurz und erhöhe den Wert der Belohnungen. Konsequenz wird sich auszahlen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einem Welpen die Zähne putzen?
Ja – tatsächlich ist ein früher Start die beste Methode, um lebenslange Vertrautheit mit dem Vorgang aufzubauen. Verwende eine weiche Fingerzahnbürste und lass deinen Welpen die Geschmacksrichtung der Zahnpasta erkunden, bevor du mit dem eigentlichen Putzen beginnst. Halte die Sitzungen spielerisch und unter einer Minute.
Was tun, wenn das Zahnfleisch meines Hundes beim Putzen blutet?
Leichte Blutungen können auf eine beginnende Zahnfleischentzündung hinweisen, die sich oft durch regelmäßiges, sanftes Putzen über einige Wochen verbessert. Wenn die Blutung stark, anhaltend oder von Schwellungen oder schlechtem Geruch begleitet ist, empfiehlt es sich, die Zähne fachkundig untersuchen zu lassen.
Können Zahnpflegekauartikel das Zähneputzen ersetzen?
Zahnpflegekauartikel sind eine hilfreiche Ergänzung, aber kein Ersatz. Sie können den oberflächlichen Plaque reduzieren, erreichen jedoch nicht alle Bereiche wie eine Zahnbürste. Betrachte sie als Ergänzung – nicht als Ersatz – für das regelmäßige Zähneputzen.
Die Zähne deines Hundes sauber zu halten muss nicht kompliziert sein. Decke dich mit Zahnbürsten, Zahnpasten und Zahnpflegeleckerlis in unserem Hundeshop ein, und wenn du Anzeichen einer fortgeschrittenen Zahnerkrankung bemerkst, spreche mit deinem Tierarzt für eine gründliche Untersuchung.
